Starfish Beach: Das entspannte Karibikparadies für Backpacker

Es gibt Strände in Panama, die nur mit einem Boot, einer teuren Tour oder einer aufwendigen Anreise erreichbar sind. Und dann gibt es Starfish Beach, auch Playa Estrella genannt, auf der Insel Colón im Archipel von Bocas del Toro.

Für Backpacker ist dieser Strand besonders interessant, weil er eine seltene Kombination bietet: tropische Schönheit, relativ einfache Anreise und überschaubare Kosten. Man muss weder in einem Luxusresort wohnen noch eine teure Tagestour buchen, um einen der schönsten Strände der Region zu erleben.

Ein Strand, an dem man einfach abschalten kann

Starfish Beach ist weniger ein Ort für ein vollgepacktes Tagesprogramm als ein Ort zum Entspannen.

Das Wasser ist normalerweise ruhig und flach, der Sand hell und die Umgebung tropisch. Dadurch eignet sich der Strand hervorragend zum Schwimmen, Treibenlassen und einfach zum Sitzen im warmen karibischen Wasser.

Gerade für Backpacker kann das besonders angenehm sein. Nach langen Busfahrten, Wanderungen, Bootsfahrten und ständigem Koffer- oder Rucksackpacken ist es manchmal genau das, was man braucht: ein Ort, an dem nichts passieren muss.

Man kann ein Buch lesen, Musik hören, schwimmen gehen, etwas essen und mehrere Stunden einfach nur auf das Meer schauen.

Der große Vorteil: Man braucht keine teure Tour

Von Bocas Town auf Isla Colón kann man relativ unkompliziert mit einem lokalen Colectivo-Minibus in Richtung Boca del Drago fahren. Von dort führt ein Weg entlang der Küste weiter nach Starfish Beach.

Die Wanderung dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten, abhängig vom Tempo und den Bedingungen.

Natürlich kann man auch ein Wassertaxi nehmen, wenn man es bequemer haben möchte. Für Backpacker mit kleinem Budget ist die Kombination aus Colectivo und Spaziergang jedoch besonders attraktiv.

Damit wird aus einem teuren Ausflug ein vergleichsweise günstiger Strandtag.

Und genau das ist einer der Gründe, warum Playa Estrella so interessant ist: Man bekommt sehr viel tropisches Panama, ohne dafür besonders viel Geld ausgeben zu müssen.

Schon der Weg ist Teil des Erlebnisses

Die Strecke von Boca del Drago nach Starfish Beach sollte man nicht nur als notwendiges Stück Weg betrachten.

Der Küstenweg führt durch tropische Vegetation und vorbei an weiteren kleinen Strandabschnitten. Dadurch bekommt man einen viel besseren Eindruck von der Landschaft von Isla Colón, als wenn man einfach nur mit einem Boot direkt vor dem Strand abgesetzt wird.

Man kann langsam gehen, Fotos machen, am Wasser stehen bleiben oder kleine Buchten entdecken.

Für Backpacker ist das ideal, weil man keinen strengen Zeitplan braucht.

Bus nehmen, laufen, Strand finden und bleiben.

Mehr Organisation ist eigentlich nicht notwendig.

Die Stars liegen unter der Wasseroberfläche

Der Name Starfish Beach kommt natürlich von den Seesternen, die man im flachen Wasser beobachten kann.

Bei guten Bedingungen sieht man die orangefarbenen Tiere deutlich auf dem Meeresboden. Gerade weil das Wasser relativ flach und klar sein kann, braucht man nicht unbedingt eine komplette Tauchausrüstung, um sie zu entdecken.

Das kann ein erstaunliches Erlebnis sein: Man steht mitten im türkisfarbenen Karibikwasser und entdeckt plötzlich direkt unter sich einen leuchtend orangefarbenen Seestern.

Wichtig ist allerdings, die Tiere nicht anzufassen oder aus dem Wasser zu nehmen. Seesterne sind empfindliche Lebewesen und sollten in ihrem natürlichen Lebensraum bleiben.

Die beste Erinnerung ist ohnehin, sie einfach unter Wasser zu beobachten.

Am besten früh am Morgen

Wer Starfish Beach möglichst ruhig erleben möchte, sollte früh losfahren.

Im Laufe des Tages können Ausflugsboote und Tagesbesucher ankommen. Dadurch verändert sich die Atmosphäre deutlich.

Am frühen Morgen ist die Stimmung oft viel entspannter. Das Licht ist schön, die Temperaturen sind angenehm und man hat bessere Chancen, einen ruhigen Platz zu finden.

Für Backpacker ist das besonders praktisch, weil man nicht den ganzen Tag dort verbringen muss. Ein paar Stunden reichen völlig aus, bevor man gemütlich wieder nach Boca del Drago und anschließend nach Bocas Town zurückkehrt.

Schönheit ohne Luxuspreis

Das vielleicht Beste an Starfish Beach ist, dass die Landschaft nicht davon abhängig ist, wie viel Geld man ausgibt.

Man braucht keine luxuriöse Strandliege und kein exklusives Resort.

Ein Rucksack mit Wasser, Sonnencreme und Handtuch reicht.

Dazu das Geld für den lokalen Transport und vielleicht ein einfaches Mittagessen.

Dann bekommt man türkisfarbenes Wasser, Palmen, tropische Vegetation und die Möglichkeit, Seesterne zu beobachten.

Das ist genau die Art von Reiseerlebnis, die Backpacker suchen.

Nicht unbedingt die billigste Möglichkeit um jeden Preis, sondern eine Möglichkeit, Geld zu sparen, ohne das Gefühl zu haben, auf Schönheit verzichten zu müssen.

Boca del Drago macht den Ausflug noch besser

Auch Boca del Drago selbst ist einen Besuch wert.

Die Gegend ist wesentlich ruhiger als Bocas Town und vermittelt ein entspannteres, weniger städtisches Gefühl. Es gibt einfache Restaurants und Möglichkeiten, vor oder nach dem Strandbesuch etwas zu essen.

Dadurch kann man den Tag flexibel gestalten.

Morgens nach Boca del Drago fahren, gemütlich nach Starfish Beach laufen, dort schwimmen und entspannen, später etwas essen und anschließend zurück nach Bocas Town fahren.

Man braucht keinen teuren organisierten Tagesausflug.

Der einzige Nachteil: Es ist kein Geheimtipp mehr

Man sollte allerdings nicht erwarten, einen völlig menschenleeren Strand vorzufinden.

Starfish Beach ist bekannt und entsprechend beliebt. Besonders später am Tag kann es deutlich voller werden.

Auch die Anzahl der sichtbaren Seesterne kann variieren. Die Bedingungen sind nicht jeden Tag gleich, und man sollte deshalb nicht mit der Erwartung anreisen, überall würden Dutzende Seesterne liegen.

Am besten betrachtet man sie als zusätzlichen Höhepunkt.

Der eigentliche Grund für den Besuch ist der Strand selbst.

Der perfekte "Nichts tun"-Tag

Vielleicht ist genau das die größte Stärke von Starfish Beach.

Man steht morgens in Bocas Town auf, nimmt einen günstigen Colectivo nach Boca del Drago und läuft anschließend ein Stück an der Küste entlang.

Dann kommt der Strand.

Der Rucksack landet im Sand.

Die Schuhe werden ausgezogen.

Man geht ins warme Wasser.

Man schwimmt.

Man entdeckt vielleicht einen Seestern.

Man isst etwas.

Man liegt im Schatten.

Und plötzlich merkt man, dass man seit Stunden nichts Besonderes getan hat.

Und genau das war der Plan.

Für Backpacker, die Panama mit einem begrenzten Budget bereisen, ist Starfish Beach deshalb eine der interessantesten Kombinationen aus Schönheit, einfacher Erreichbarkeit und Entspannung.

Man muss nicht viel Geld ausgeben, um einen traumhaften Karibikstrand zu erleben.

Man muss nicht jeden Tag eine Tour buchen.

Und man muss nicht ständig unterwegs sein.

Manchmal ist der beste Tag einer Reise derjenige, an dem man einfach mit dem Rucksack im Sand sitzt, ins türkisblaue Wasser schaut und feststellt:

Heute muss ich nirgendwo hin.