Casco Viejo: Warum du als Backpacker unbedingt hier schlafen solltest

Wenn du als Backpacker durch Panama reist, wirst du früher oder später in Panama-Stadt landen. Vielleicht kommst du gerade aus Bocas del Toro, willst weiter nach Kolumbien, hast einen Flug ab Tocumen oder möchtest einfach ein paar Tage Großstadtluft schnuppern. Panama-Stadt ist riesig, modern und ziemlich weitläufig. Deshalb ist die Frage, wo du übernachtest, wichtiger, als man zunächst denkt.

Und wenn du schon in Panama-Stadt bleiben musst, gibt es für Backpacker eigentlich einen ziemlich offensichtlichen Gewinner: Casco Viejo.

Das historische Viertel ist nicht einfach nur eine Sehenswürdigkeit, die man für zwei Stunden besucht, ein paar Fotos macht und dann wieder verlässt. Casco Viejo ist ein Ort, an dem man wohnen, essen, feiern, Leute kennenlernen und einfach herumstreunen kann. Und genau das macht es für Backpacker so interessant.

Eine Stadt innerhalb der Stadt

Casco Viejo fühlt sich kaum wie das moderne Panama-Stadt an. Sobald du durch die alten Straßen läufst, verschwinden die riesigen Wolkenkratzer für einen Moment aus deinem Kopf.

Stattdessen findest du bunte Kolonialhäuser, alte Kirchen, kleine Plätze, Balkone voller Pflanzen, Kopfsteinpflaster, Street Art, Cafés, Bars und jede Menge Menschen, die irgendwo unterwegs sind.

Und das Verrückte daran ist, dass du nur wenige Minuten entfernt von einer der modernsten Skylines Mittelamerikas bist.

Auf der einen Seite stehen jahrhundertealte Gebäude, auf der anderen Seite ragen gläserne Wolkenkratzer in den Himmel. Dazwischen liegt die Bucht von Panama.

Alt und neu stehen hier praktisch direkt nebeneinander.

Casco Viejo wurde 1673 gegründet, nachdem die ursprüngliche Stadt Panamá Viejo zerstört worden war. Heute gehört das historische Viertel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aber keine Sorge: Es fühlt sich trotzdem nicht wie ein langweiliges Freilichtmuseum an. Hier leben Menschen, Backpacker, Einheimische, Künstler, Restaurantbesitzer und Nachtschwärmer mitten zwischen den historischen Gebäuden.

Der große Backpacker-Vorteil: Du brauchst kaum ein Taxi

Das ist wahrscheinlich einer der größten Vorteile von Casco Viejo.

Panama-Stadt ist groß. Wirklich groß.

Wenn du irgendwo in einem günstigen Hotel außerhalb des Zentrums wohnst, kann aus einem einfachen Restaurantbesuch schnell eine kleine Transportmission werden. Erst Taxi oder Uber, dann wieder zurück, später noch einmal los zum Nachtleben.

In Casco Viejo kannst du dagegen einfach aus deiner Unterkunft laufen.

Frühstück?

Zu Fuß.

Café?

Zu Fuß.

Historische Gebäude?

Zu Fuß.

Sonnenuntergang am Wasser?

Zu Fuß.

Bar?

Zu Fuß.

Backpacker kennenlernen?

Sehr wahrscheinlich ebenfalls zu Fuß.

Das spart nicht nur Geld, sondern macht die ganze Stadt entspannter.

Tagsüber entdecken, nachts feiern

Casco Viejo hat eine ziemlich geniale Eigenschaft: Es funktioniert sowohl am Tag als auch in der Nacht.

Am Vormittag kannst du durch die engen Gassen schlendern und dir die alten Gebäude anschauen. Danach suchst du dir irgendwo einen Kaffee oder etwas günstiges zu essen.

Am Nachmittag kannst du Richtung Wasser laufen und den Blick auf die Skyline genießen.

Und dann kommt der beste Teil.

Der Sonnenuntergang.

Wenn die Temperaturen langsam angenehmer werden, füllen sich die Plätze und Dachterrassen. Die Stadt bekommt dieses warme tropische Licht, während auf der anderen Seite der Bucht die Wolkenkratzer von Panama-Stadt anfangen zu leuchten.

Und plötzlich denkst du dir: Okay, vielleicht war es doch eine gute Idee, hier zu bleiben.

Und dann beginnt das Nachtleben

Casco Viejo ist eines der beliebtesten Ausgehviertel von Panama-Stadt.

Es gibt Bars, Rooftops, Clubs, kleine Kneipen und Restaurants. Manche sind schick und definitiv nicht backpackerfreundlich beim Preis. Andere sind wesentlich entspannter.

Das Schöne ist, dass du nicht unbedingt einen großen Plan brauchst.

Du kannst einfach mit anderen Leuten aus deinem Hostel losziehen.

„Was macht ihr heute Abend?“

„Keine Ahnung.“

„Gehen wir ein Bier trinken?“

Und zwei Stunden später bist du irgendwo auf einer Dachterrasse, hast fünf neue Leute kennengelernt und diskutierst darüber, ob du morgen wirklich um 6 Uhr aufstehen wirst, um einen Bus zu erwischen.

Das ist Backpacking.

Perfekt, um andere Reisende kennenzulernen

Wenn du alleine unterwegs bist, ist die Wahl der Unterkunft besonders wichtig.

Ein Hostel in Casco Viejo kann dafür ideal sein.

Panama-Stadt ist ein Knotenpunkt für Reisende aus ganz Mittelamerika. Leute kommen aus Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Mexiko, reisen nach Bocas del Toro, Boquete oder weiter nach Kolumbien.

Dadurch trifft man in den Hostels eine ziemlich interessante Mischung.

Der eine kommt gerade aus Costa Rica.

Der nächste war eine Woche auf den San-Blas-Inseln.

Jemand anderes will morgen nach Bocas.

Und plötzlich sitzt du mit einer Gruppe Fremder beim Abendessen und hast einen gemeinsamen Plan für den nächsten Tag.

Das ist einer der großen Unterschiede zwischen einem normalen Hotel und einem guten Backpacker-Hostel.

Das Bett ist nicht das Wichtigste. Die Leute sind es.

Du kannst Casco auch mit kleinem Budget genießen

Casco Viejo hat allerdings einen kleinen Haken.

Es gibt hier durchaus teure Restaurants und schicke Rooftop-Bars. Wenn du möchtest, kannst du problemlos sehr viel Geld an einem Abend ausgeben.

Aber du musst es nicht.

Als Backpacker kannst du das Viertel einfach anders genießen.

Laufe durch die Straßen.

Setz dich auf einen Platz.

Kauf dir ein günstiges Essen.

Hol dir ein Bier.

Schau dir die Street Art an.

Geh zur Uferpromenade.

Beobachte den Sonnenuntergang.

Und verbringe den Abend mit Leuten aus deinem Hostel.

Viele der besten Erlebnisse kosten überhaupt nichts.

Und wenn du einmal richtig schön essen gehen möchtest, kannst du das natürlich auch machen. Gerade weil du ansonsten vieles zu Fuß erledigen kannst, bleibt vielleicht sogar etwas mehr Budget für einen besonderen Abend.

Die Skyline ist einfach verrückt

Einer der besten Momente in Casco Viejo kommt, wenn du Richtung Meer gehst.

Hinter dir liegen die alten Kolonialgebäude.

Vor dir liegt die Bucht.

Und auf der anderen Seite wächst die moderne Skyline von Panama-Stadt aus dem Boden.

Besonders bei Sonnenuntergang ist der Blick fantastisch.

Später, wenn die Wolkenkratzer beleuchtet sind, sieht die Stadt fast futuristisch aus.

Und dann drehst du dich um und stehst wieder zwischen jahrhundertealten Gebäuden.

Wo sonst kann man morgens durch eine koloniale Altstadt laufen und abends auf eine Skyline schauen, die aussieht wie Miami?

Casco Viejo ist außerdem ein perfekter Zwischenstopp

Für Backpacker ist Panama-Stadt oft gar nicht das eigentliche Reiseziel.

Es ist der Ort dazwischen.

Du bist auf dem Weg nach Bocas.

Oder nach Boquete.

Oder zurück nach Costa Rica.

Oder weiter nach Kolumbien.

Oder du hast einen Flug.

Genau deshalb ist Casco Viejo so praktisch.

Wenn du nur zwei Nächte hast, kannst du trotzdem das Gefühl bekommen, etwas von Panama-Stadt gesehen zu haben.

Du musst nicht jeden Tag eine Stunde im Verkehr verbringen.

Du kannst morgens aufstehen, die Altstadt erkunden, am Nachmittag eine weitere Sehenswürdigkeit besuchen, zum Sonnenuntergang zurückkommen und abends ausgehen.

Und wenn du müde bist?

Zurück zum Hostel laufen.

Aber denk daran: Du bist immer noch in einer Großstadt

Casco Viejo ist touristisch und lebendig, aber Panama-Stadt bleibt eine große lateinamerikanische Metropole.

Also ein bisschen gesunder Menschenverstand schadet nicht.

Keine großen Mengen Bargeld offen herumtragen, Handy nicht demonstrativ auf der Straße präsentieren und nachts nicht völlig betrunken irgendwo in unbekannte Gegenden losziehen.

Bleib in den belebten Bereichen, pass auf deine Sachen auf und nutze nachts bei längeren Strecken lieber Uber oder ein Taxi.

Das bedeutet aber nicht, dass du Angst haben solltest. Es bedeutet einfach: Backpacker sein heißt nicht, den gesunden Menschenverstand am Flughafen abzugeben.

Warum also Casco Viejo?

Weil Panama-Stadt ansonsten schnell anstrengend werden kann.

Verkehr.

Entfernungen.

Große Straßen.

Wolkenkratzer.

Hitze.

Und dann kommst du nach Casco Viejo und plötzlich kannst du einfach wieder laufen.

Du gehst aus dem Hostel, kaufst dir einen Kaffee, schlenderst durch historische Gassen, entdeckst einen kleinen Platz, hörst irgendwo Musik, triffst andere Reisende und landest später vielleicht auf einer Rooftop-Bar mit Blick über die gesamte Stadt.

Für Backpacker geht es schließlich nicht nur darum, wo man am billigsten schläft.

Es geht darum, wo man für sein Geld das beste Reiseerlebnis bekommt.

Und genau deshalb ist Casco Viejo wahrscheinlich der beste Ort, um Panama-Stadt nicht nur zu besuchen, sondern tatsächlich ein Teil davon zu werden.

Du kommst vielleicht nur für eine Nacht wegen deines Fluges. Bleibst aber am Ende drei Tage, weil du plötzlich gar keine Lust mehr hast, weiterzureisen.